Wettkämpfe 2012

Stadtparkmarathonstaffel 07.10.12

Organisiert von Uwe für Open Sports Hamburg brachte er doch tatsächlich 9(!) Staffeln in Mix, D und H an den Start. Außer mir waren noch Christopher (in meiner Staffel), Simone (gewann mit OSHH D 1), Jana und Andy vom HSV dabei, Andy startete bei Solomarathon und beendete den Lauf nach der halben Strecke. Uwe war bis zum letzten Moment mit Managementaufgaben beschäftigt:


Starker Auftritt von OSHH. Auf der Tribüne gehörte oben rechts alles den roten, wir hatten auch ein eigenes Buffet mit reichlich leckeren Speisen und Getränken. Die Stimmung war super. Außer den 45 Startern waren auch noch reichlich Supporter da.


Rote Klamotten habe ich zu Hause auch noch genug gefunden, das ist ja die Farbe meines Heimatclubs. Ich wurde zusammen mit Christopher in die Staffel OSHH M 3 eingeitelt. Dazu kamen noch Fabian Haberfelder, Mathias Scholz und Roman Fuhrer. Schon im Vorfeld hatte ich Uwe eine ambitionierte Ansage gemacht: ich wollte gern in eine Sub 3 Staffel. Uwe sagte, er wolle sehen, was er machen könne. Ein Gespräch mit den Jungs ergab, dass es eng werden würde, Off Season, Erkältung, schweres Geläuf mit viel Matsch und Regen. Am Start ca. 100 Staffeln und 30 Einzelstarter:


Kurz kurz aber Kopftuch, wie abgemacht alles in rot, so startet der ambitionierte Aktive in das Unternehmen Stadtparkmarathonstaffel!

Über meine Leistungsfähigkeit war ich mir eigentlich gar nicht so richtig im klaren, weil ich seit der Clubmeisterschaft nur 1x laufen war und ich auch einen leichten Schnupfen mit mir rumschleppte. Sobald der Startschuss fiel, war das alles weg, ich wollte nur noch laufen und den anderen möglichst etwas mitgeben. Ach, die Location: man kann wirklich sagen, sie sucht ihresgleichen. Es ist da ja sooo schön! Es macht so einen Spaß, auf der Jahnkampfbahn und rund um das Planetarium zu laufen!


...und so herrlich stehst Du da...

Nach einer Runde lag ich ganz gut, Platz 7 oder so. Die Zeit stimmte auch, diesmal hatte ich auch meine Uhr gestartet. Die Stimmung war absolut top, alle OSHH-Leute wurden bestens unterstützt, wann immer sie auf die Kampfbahn kamen. Toll!





In der zweiten Runde musste ich doch einen Hauch rausnehmen, aber nicht viel und so konnte ich nach knapp 34 min den Stab (war eigentlich eine Rennpappe) an Fabian übergeben. Die 34 fand ich prima, denn das Ziel sub 3 bedeutete ja, dass jeder 36 min Zeit hatte. Für Fabian lief es auch ganz gut, Mathias ist leider fies in einer Schlammpfütze ausgerutscht und hat sich das Knie schön blutig geschlagen. Er hat sich aber trotzdem ins Ziel gequält, alles für seine OSHH-Staffel. Super! Roman war mit sub 36 auch sauber unterwegs und so hing am Schluss alles an Christopher. Wir standen nebeneinander auf der Bahn, warteten auf Roman und rechneten: sollte Christopher exakt einen 4er Schnitt auf 1000 m laufen, würden wir es auf die Sekunde genau schaffen! Spannung pur. Leider begann es dann noch heftig zu regnen, was die Strecke schön gefährlich machte. So haben wir am Ende unser Zeitziel knapp verpasst.



Unser letzter Wechsel: noch 33:20 für 8400 m, macht bei 4:00 / 1000 m genau 33:36!


Knapp vorbei, aber trotzdem glücklich!

Insgesamt ist die Veranstaltung sportlich chaotisch, denn in unserem Tempo hat schon der 2. Staffelstarter die erste Überrundung vor der Brust, man weiß also nie, ob der Läufer vor einem auch tatsächlich vor einem ist. Schlimm ist auch die Wechselzone, total unübersichtlich und schlecht organisiert, wie man hier sieht:


Bei dem Durcheinander ist es auch kein Wunder, dass die überforderte Sprecherin sowohl den Einlauf der Siegerstaffel bei den Herren (Tri Michels HH in phantastischen 2:30:55) als auch den Einlauf des siegreichen Mannes (Karsten Jäckel, 3:01:46, schneller als unsere Staffel) verpennte. Na ja, Schwamm drüber, war ein schöner Tag. Bei Durchsicht der Ergebnisse stelle ich allerdings fest, dass wir, wenn wir unsere fünf HSV Topläufer nehmen, eine gute Chance aufs Treppchen hätten. Ich hätte voll Bock. Ich würde die Trainingssaison einen Monat verlängern und all out laufen, zweite wurden nämlich die Triathleten und dritte die Marathonis vom FC St. Pauli. Zieht Euch warm an! Ich werde hungern, Intervalle bügeln, Umfänge verlängern und auch vor Beinhaken, Remplern und Doping nicht zurückschrecken. Runter vom Treppchen!

Wildwasser, Gegenwind und Dschungelklima - St. Peter 2012

In St. Peter-Ording gab es 2012 Wildwasser, Gegenwind und Dschungelklima.

Das vergangene Wochenende wurde in St. Peter gesportelt. Erst ging es beim Triathlon für Jens, Jana, Ralf und Chrischi um gute Platzierungen und dann am Sonntag zumindest für Jens noch den Halbmarathon als "Nachtisch". Sport, Sonne, Strand und Meer satt!

Doch der Reihe nach. Am Samstag bot sich den Frühaufstehern ein enttäuschendes Bild. Dicke Wolken, ein grauer Strand und drohende Nässe… Es schien kein gutes Omen, die Startunterlagen in der Hand zu haben und dann dicke Tropfen auf das Starterzelt platschen zu hören. St. Peter regnete sich ab. Anderthalb Stunden prasselnder Regen und viele viele enttäuschte Gesichter.

Dann die zweite Hiobsbotschaft: Der Kids-Triathlon wurde kurzfristig auf einen Duathlon reduziert mit dem Grund: Wasser zu kalt. Na, sowas hören auch die "Großen" nicht gern. Also: Freibad-Atmosphäre ist wohl heute nicht drin.



Zum Glück hörte es endlich zu regnen auf. Und schon standen Jana und Ralf auf dem Platz und die Wechselzone wurde bestückt. Los, Pelle an und hopphopp zum Strand. Unterwegs auch Jens und Bigfoot Kerstin. Mein Ziel, vorweg zu schwimmen, zumindest aber schön aus der ersten Reihe zu starten. Einmal kurz die Sandbänke checken (nicht, das man unterwegs auf Grund läuft!) und aufmerksam der Rennleitung lauschen. Es wurden blaue Bojen ausgelegt - die Farbe der Betonnung ist laut Rennleitung nicht frei wählbar, man hätte auch gern orangene genommen, aber als Seezeichen (und St. Peter ist eben kein Baggersee) sind bestimmte Farben eben tabu. Geschwommen wurde von rechts nach links in einer Art Strömungschannel. Der Kurs war auf dem Papier ganz easy - entlang der beiden blauen Bojen und direkter Ausstieg am Strand - ca. 200 m zur Wechselzone und *tadaaa*. In der Praxis hieß das: Nicht links die blaue Boje ansteuern, sondern rechts ein Boot - so blieb man günstig in der Strömung. Und nicht zu früh abbiegen, sonst muschelzerschnittene Füße.

Von 30 runter - Start! Über drei Sandbänke und hinein ins Getümmel. Mir ist es wurscht, ob nun Arme, Beine, Köppe oder sonst was um mich rum ist - Hauptsache Tempo. Die Strömungen waren heftig. Und der ein oder andere schluckte schon viel viel ekliges Nordseewasser. Wenn meine Schwimmtrainerin schon sagt: Du schwimmst ja total kraftbetont, toppte ich das diesmal und schwamm wie im Boxring. Als ich endlich Rhythmus gefunden hatte, war alles schon wieder vorbei und ich musste sehen, dass ich durch den Sand irgendwie pünktlich in die Wechselzone kam. Laufen ist ja gar nicht meins und schon mal überhaupt nicht nach dem Wasser! Ralf wartete schon und übernahm den Piepser.
Und schon war er weg. Jetzt hieß es: Platz verteidigen, dann vor mir war erst ein Staffelschwimmer draußen. Es hilft ungemein, einen Fahrer zu haben, der aus allen Situationen das Beste machen kann. Denn wenig andere Trias sind so wetteranspruchsvoll wie der Gegen den Wind. Ralf fuhr den Kurs aus dem letzten Jahr und schlug sich super! Obwohl es windig war und auf St. Peter der Wind gern aus allen Richtungen zu kommen scheint, schicke er die schon so ungeduldige Jana auf die Strecke.

Jana hatte richtig Bock auf Tempo und drückte knallhart auf die Tube! Der erste Teil ist ja noch sehr lustig, aber in dem kleinen Wäldchen stand die Luft, die Bäume hielten den Wind ab und die Sonne knallte auf die nasse Erde. So entstand eine schrecklich schwüle Hitze, die allen Beteiligten sehr zusetzte. Jana hielt durch. Sie schaffte es, als zweite Staffel ins Ziel zu kommen. In 1:18:22 war der Spaß bereits vorbei. 2 Minuten später rannte auch Jens durch das Ziel, kräftig von Kerstin angefeuert!

Nach der kleinen Erfrischung gab's Unterstützung für die Olympischen, die gerade auf die Radstrecke wechselten. Die Bedingungen für die Teilnehmer wurden auf der Radstrecke besser (trockener Boden, Sonne) und auf der Laufstrecke schlechter (mehr Hitze). An der Zuschauerstrecke wurde es immer wärmer und es gab den Tag über so einige rote Nasen. Unglaublich, wusste man morgens nicht, was man noch alles zum Anziehen dabei hat, war es jetzt Zeit, sich möglichst bis auf die Badehose auszuziehen - so brannte die Sonne.

Die Siegerehrung brachte drei strahlende Gesichter und drei blitzende silberne Medaillen. Super Samstag für den HSV! Danke an die Rennleitung und an das Support-Team!

EWE - Nordseelauf 2012

"Mach nicht halt - lauf gegen Gewalt" - unter diesem Motto startete am 09. Juni  der EWE-Nordseelauf. Dieser besteht aus acht Läufen und führt die Läufer bis zum 16. Juni entlang der Nordseeküste von Borkum bis Cuxhaven.

Ingo vom HSV hat sich bei der letzten Etappe von Neuwerk nach Cuxhaven beteiligt. Auf der 11,9km langen Strecke hat er sich durch vollgelaufene Priele, Watten und Matsch ins Ziel gekämpft.

Los ging es für Ingo früh morgens kurz vor 5 Uhr, zunächst nach Cuxhaven, um von hier mit weiteren 200 Startern und mit der Fähre zum Start nach Neuwerk zu gelangen. Auf Neuwerk mussten sich die Läufer in Geduld üben. Denn erst bei Ebbe darf gestartet werden. Und so vertrieb man sich bis 16.30 Uhr die Zeit mit einem Inselrundgang und relaxen.

Für 17.00 Uhr gab dann der Wattranger den Lauf frei und bei aufgeklartem Himmel und heiterer Stimmung starteten die knapp 250 Läufer Richtung Cuxhaven.

Die Laufstrecke war gut markiert, aber schwer zu laufen. Der Laufstil glich eher einem Kniehebelauf und wurde knapp 2km vor dem Ziel noch zu einer Schlammschlacht. Von Kopf bis Fuß voll mit Matsch aber glücklich und zufrieden erreichte Ingo mit einem 1. Platz in seiner Altersklasse das Ziel.


Herzlichen Glückwunsch Ingo!

7 Türme Triathlon

Sabrina nahm am 17. Juni am 7-Türme-Triathlon in Lübeck teil.  Dort lieferte sie auf der Sprintdistanz einen tollen Wettkampf und holte sich den 2. Platz.
Sie kam als Zweitschnellste aus dem Wasser, fuhr die drittbeste Radzeit und lief die zweitschnellste Zeit auf der Laufstrecke.

Wie Sabrina ihren Wettkampf erlebte, beschreibt sie so:
„Kurz zum Rennen: Wir sind in der Trave geschwommen und hatten mit verschiedenen Strömungen zu kämpfen. Als zufriedene Zweite bin ich aus dem Wasser geklettert hinter Clara Thiede, einem Schwimmtalent aus Berlin:o). Nach einem guten Wechsel aufs Rad gesprungen und nach wenigen km auch auch schon an erster Position gefahren.
Leider war das kein dauerhafter Zustand. Ich befürchtete vor dem Wettkampf schon, dass mein Radtraining dieses Jahr zu kurz gekommen war... Also wurde ich auf der zweiten 10 km-Runde von zwei anderen Athletinnen gestellt. Och mano, dachte ich..., das wird gleich ein anstrengender Lauf. Ich also als Dritte vom Rad runter... Rinn in die Schuhe... Und auf zur Verfolgungsjagd... Auf der Hälfte der ersten Runde konnte ich die bis dahin Zweitplazierte ein- und überholen :o)... Okay, dachte ich, vielleicht kannst du ja noch ein wenig an die Erste ranlaufen... Was aber mehr Wunschdenken war, jedoch dazu beitrug, nicht langsamer zu werden... Kurzum mit viel Applaus wurde ich als Zweitplazierte gefeiert...
Fazit: Es war ein wunderschöner, gut orgarnisierter Wettkampf, bei dem ich nächtes Jahr auch wieder dabei bin:o).
Und an Schwächen sollte man ja bekanntlich arbeiten, deswegen liegt mein Trainingsfokus jetzt ein bisschen mehr auf Radfahren.

Dieses Wochenende starte ich in Eutin in der zweiten Bundesliga für den USC Kiel.
Danach wird ein Wochenende verschnauft und dann geht es nach Düsseldorf zur Altersklassen DM "Jippie"“.

Drei HSVer beim Ironman Klagenfurt

Schlappe 10 Monate bereiten sich schon unsere drei Ironman-Austria-Starter, Jan, Dieter und Andy auf dieses Ereignis vor.
Wie sie sich so kurz vor ihrem Jahres-Event fühlen und wie es ihnen geht, lest hier:

Jan


Frage: Wie sieht es mit der Vorbereitung für Klagenfurt aus? Wie ist der aktuelle Stand?
Jan: „Meine momentane Form kann ich eigentlich nicht realistisch einschätzen, weil ich die letzten 2 Monate, in denen man besonders viel trainieren muss, leider fast nur gearbeitet habe.“

Frage: Wo gibts ggf.Lücken?
Jan: „Lücken habe ich vor allem bei den ganz langen Raddistanzen.“

Frage: In welcher Disziplin bist Du besonders stark?
Jan: „Stark bin ich (obwohl ich bisher immer gesagt habe, ich könne alles gleich mittelmässig) im Laufen, jedenfalls habe ich mir über Winter nochmal sehr gut verbessert.“

Frage: Wie hast Du Dich konkret vorbereitet? Mit Wettkämpfen? Wenn ja, welche Distanzen?
Jan:“Vorbereitungswettkämpfe (Reihe rückwärts, in Auszügen): Sprint Midsommer, Kurz Hachede, Syltlauf 33 km, HM Kiel, Kurz Santa Cruz.“

Frage: Wieviel Stunden pro Woche trainierst du?
Jan:“Trainingsumfang gesamt seit 01.09.2011 ( ja ich weiß, das ist zu wenig!) 2100 min swim, 7400 min bike, 7000 min run. „

Frage: Trainierst Du nach Plan? Oder nach Gefühl?
Jan:“Mein Plan sieht so aus: 1) „Habe ich Zeit zum Training?“ Wenn ja „Ist gerade Schwimmtraining?“ Wenn ja, gehe ich hin, wenn nein „Habe ich netto mehr als 2 h?“ Wenn ja, gehe ich biken, wenn nein, gehe ich Laufen!“

Frage: Wie bekommst Du Dein Training mit Job und Familie unter einen Hut?
Jan:“Das Training mit Familie und Job ist ein Problem, so sehr, dass ich es nie wieder machen werde, denn mir fehlen gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsames Kochen und auch die Weine mit Freunden. Das ist der Deal, meine Hälfte werde ich einhalten, wenn ich gesund finishe, sogar sehr sehr gerne.“

Frage: „Wer unterstützt dich?“
Jan: „Unterstützung: 2 gute Freunde fahren mit Familie auch an den Wörthersee, nur um mich zu supporten (aus der Kneipe an der Radstrecke, allerdings). Geil! Ich bin sehr stolz auf sie.“

Frage: Bist Du ‚Ersttäter‘?
Jan:“Ja, ich nehme an 1x im Leben.“
Nachsatz (ohne Kommentar): „Und all die Scheiße nur wegen Andy und seinem Finisherphoto im IM Polo, mit Weißbier und Zigarre!“

Jan mit seinem Trainingspartner Einstein

 

Dieter - "Mein Weg an den Wörthersee"

Zu meiner Person:  Ich betreibe seit  14 Jahre Triathlon, bin 58 Jahre alt, verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne. Von Beruf bin Ich KFZ-Meister und arbeite in Vollzeit.

Und  es muss wohl heißen zurück zum Wörthersee, denn 2008  habe ich auch schon in Klagenfurt gefinisht,  in 11,15 Std.  Bis heute bin ich in  5 Langdistanzen gestartet, in Roth (3 mal), Klagenfurt und Kopenhagen.  Meine Zeiten bewegen sich zwischen 12,13 Std und 11,02 Std in Kopenhagen ( 2010.)



Zu meinem Training kann ich folgendes sagen: Im Frühjahr 2011 hatte ich eine Knieoperation, die mich im letzten Jahr und bis in das Frühjahr hinein stark belastet hat, Gott-Lob jetzt ohne Schmerzen! Mein Training konnte ich die letzten 4 Monate gut durchziehen  und wurde höchstens vom schlechten Wetter ausgebremst. Das besondere an meinem Trainingsplan ist, dass ich keinen Plan habe. In den letzten Wochen versuche ich das 3Mal3 Prinzip zu schaffen, soll heißen: 3 x Laufen, 3 x Schwimmen und 3 x Radfahren in der Woche. Das hat bis auf‘s Schwimmen auch gut geklappt. In Zahlen:  5 Km Schwimmen, 50 Km Laufen und 250 Km Radfahren in den letzten Wochen. Meine Höhepunkte in der Vorbereitungszeit waren ein Rad-Trainingslager in Malle, ein Radwochenende im Harz und der Marathon im April in Hamburg. Weitere Wettkämpfe waren: Run und Bike in Hemdingen sowie ein Kurztriathlon in Hachhede, die alle sehr gut verlaufen sind und Hoffnung auf einen guten Wettkampf in Klagenfurt machen. Eine Zeit zwischen 11,30 Std und 11,00 Std bei normalem Verlauf müsste möglich sein. Aber was ist bei einem Ironman schon normal!

Meine Stärke ist wohl meine Ausgeglichenheit und Ausdauer, Schwimmen ist OK, mit dem Radfahren bin ich sehr zufrieden beim Laufen fehlt mir noch die Schnelligkeit aber die Ausdauer stimmt!   Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass meist die Tagesform sehr wichtig ist und natürlich das Wetter!


Ich hoffe, dass ich die letzten Tage gesund bleibe und mein Training noch eine Woche durchstehe, dann kann ausgeruht werden und   - Alles wir Gut. Meinen Mitstreitern wünsche ich noch ein paar gute Trainingstage,  aber rechtzeitig mit relaxen anfangen!  Man kann an den letzten Tage nichts mehr gewinnen aber viel  verlieren.  In Zwei Wochen sind wir dann schlauer , ein Abenteuer ist es wie immer  allemal.

Schöne Grüße Dieter

 

Andy’s Gedanken auf dem Weg zu seinem 3.Ironman

„Am 1.07.2012 ist es nun soweit. Nach einem halben Jahr intensivster Vorbereitung werde ich am Wettkampftag um 7:00 Uhr morgens mit einem Neoprenanzug bekleidet und der Startnummer bemalt am Oberarm und Wade in den Wörthersee in Klagenfurt/Österreich dem Start entgegenfiebern.
Hunderte Kilometer und Stunden Training im Wasser, beim Radfahren und Laufen liegen hinter mir. Trainiert wurde bei Wind und Wetter. Ausdauer und Schnelligkeit waren die Einheiten fürs Radfahren und Laufen, Technik und Ausdauer für die 3,8km lange Schwimmstrecke. Immer und immer wieder. Es fiel mir nicht immer leicht, mich für einen 3-Stunden-Lauf oder eine 5-Stunden-Radeinheit zu motivieren, insbesondere wenn ich das Training dann doch einmal allein durchziehen musste. Aber so ist es nun einmal, wenn man sich das Ziel Ironman gesetzt hat. Da gibt es kein Wimmern und Jammern.



Ich freue mich auf diesen Tag. Ich habe viel in die Vorbereitung investiert und möchte nun in den ‚Kampfring‘ steigen und mein Rennen machen.
Dieser Ironman wird mein dritter auf der Langdistanz sein: 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und zum Schluss einen Marathon, 42,195 km laufen. Wie heißt es so schön in unseren Ironman-Kreisen? „Der längste Tag im Leben“.
Wer einen Ironman schon einmal gefinisht hat, wird süchtig danach. Es gibt keine schönere Veranstaltung, bei der man sich einen langen Tag mit gleichgesinnten Athleten und anfeuerungswütigen Zuschauern treffen kann.
Mein Ziel ist es dieses Mal, diesen Wettkampf unter 10,5 Stunden zu finishen. Dazu muss aber alles stimmen: das Wetter, die Gesundheit und das Material, im Optimalfall passt alles und man kommt gut durch. Wenn es mal nicht so gut klappt, kann der Wettkampf auch schon mal 16 Stunden dauern bis man die Ziellinie überquert. Hauptsache gefinisht. Bei den meisten Startern ist es so: wenn man sich auf den letzten Kilometern immer mehr quälen muss, sagt man sich ‚niiiiie wieder‘. Doch schon am kommenden Tag stehen genau diejenigen schon wieder bei der Anmeldung fürs nächste Jahr. Denn man muss wissen, dass diese Ironman-Veranstaltungen so sehr begehrt sind, dass diese nach Veröffentlichung im Internet, innerhalb von 15 – 20 min., ausgebucht sind.
Ich wünsche mir für dieses Jahr, dass es in meiner neuen Altersklasse, AK50, ein gutes Rennen wird und alle gesund ins Ziel kommen.“

 

Wenn Du einen Ironman planst…

Sich auf einen Ironman vorzubereiten ist zeitaufwendig, teuer und erfordert eine tolerante Familie und einen toleranten Freundeskreis. Ironman Andy gibt euch für das Vorhaben Ironman Tipps und seine Erfahrungen weiter:

Tipp Nummer 1: Nicht von Null auf Hundert gehen. Es ist vorteilhaft, bereits Wettkampf -Erfahrungen bei kleineren Triathlon-Veranstaltungen gesammelt zu haben. Kurz-Distanzen oder die Olympische Distanz bieten sich dafür an. Danach sollte man auch schon mal einen Halb-Ironman probieren, um sich einer etwas größeren Belastung auszusetzen und zu checken, wie  der Körper reagiert.

Tipp Nummer 2: Hat man dieses alles getan, geht es an die konkrete Vorbereitung. Man sollte schon sehr gut im Training sein, über eine sehr gute Ausdauer, mentale Stärke, hohe Belastungsfähigkeit verfügen. Mindestens ein halbes Jahr vor dem Wettkampf sollte mit der Vorbereitung begonnen werden. Eher 10 Monate vorher.

Tipp Nummer 3: Bist Du gesund? Das ist die erste und wichtigste Voraussetzung, um ein Ironman Rennen durchzuhalten. Also erst einmal zum Arzt und ein Belastungs-EKG machen, Blutwerte checken usw.

Tipp Nummer 4: Wichtig ist auch eine intakte Familie und tolerante Frau/toleranter Mann. Hier gibt es den notwendigen Halt und die Rückenstärkung, wenn man mal ein Tief hat.

Tipp Nummer 5: Man sollte sein Umfeld/Freundeskreis über das Vorhaben informieren. Man wird im nächsten halben Jahr sehr viel Zeit für sich selbst und das aufwendige Training beanspruchen. Rechnet mit ca. 18 Stunden Training pro Woche. Das bedeutet auch, dass man die eine oder andere Einladung absagen und auf andere angenehme Dinge verzichten muss.

Tipp Nummer 6: Sucht euch für die Vorbereitung Gleichgesinnte oder Trainingsgruppen mit dem selben Ziel, um nicht ständig etliche Stunden allein trainieren zu müssen. In der Gruppe trainieren macht Spaß, tut gut und liefert Dir zusätzliche Informationen und wichtige Erfahrungen.

Tipp Nummer 7: Man sollte auch finanziell abgesichert sein. Die Teilnhame an einem Ironman kostet viel Geld, die Vorbereitung ebenso (Material, Trainingslager…)

Tipp Nummer 8: Überprüft euer Ziel. Ist es realistisch, erreichbar und messbar? Steckt euch Zwischenziele. Überprüft diese. Habe ich die Kraft und den notwendigen Background?


Wenn diese Voraussetzungen alle für dich stimmen, bist Du auf einem guten Weg, das Projekt Ironman anzugehen.

Hier einmal eine Auflistung zu den möglichen finanziellen Aufwänden:

Anmeldung zum Ironman: 580 Euro
Unterkunft mit Fahrt zum Veranstaltungsort, je nach Entfernung: von – bis Euro
Belastungs-EKG + Arzt-Kosten: ca. 250 Euro
Vorbereitung in den Wintermonaten (Spinning, Hot Iron, Schwimmen in der Halle außerhalb der Vereinstrainingszeiten): ca. 400 – 600 Euro
geeigneter Neoprenanzug: ca.250 – 600 Euro
Triathlonrad: von 1200 – 6000 Euro ++
Laufschuhe, mindstestens drei Paar: ca. 450 Euro
Testwettkämpfe (Startgebühren mit Fahrtkosten und Verpflegung):  ca. 600 Euro +
Wettkampf und Trainingsverpflegung: ca. 400 Euro
diverses Zubehör (wie z.B. neue Fahrradkette, Mäntel fürs Rad, Trinkflaschen usw.): ca. 250 Euro

Wie man sieht, ist das eine sehr kostenintensive Sportart, aber dafür der geilste Sport der Welt!

Herzlichst und sportliche Grüße,
Andreas Pfaffe